Das lohnt sich doch nicht mehr! PV-Anlagen sind doch nicht mehr wirtschaftlich!

Quelle: Zeitschrift GEB 06/2016

Das wichtigste Vorweg: Allen Unkenrufen zum Trotz: eine Photovoltaik (PV)-Anlage lohnt sich auch heute noch!

Und das gleich in mehrfacher Hinsicht:

1. nur mithilfe von PV-Anlagen ist es möglich, die Energiewende und das von der Politik so oft zitierte Ziel einer Beschränkung der Klimaerwärmung zu erreichen

2. noch viel wichtiger: Die Erzeugung und Nutzung von Photovoltaikstrom ist Zuhause unverändert ökonomisch attraktiv.

Mit der Neuregelung des Erneuerbare-Energie-Gesetz (EEG) am 1.8.2014 schien das Ender der PV-Anlagen besiegelt. Die Einspeisevergütungen wurden deutlich reduziert, so dass ab diesem Zeitpunkt eine PV-Anlage kaum noch wirtschaftlich wird, wenn der gesamte Strom eingespeist wird.

Was sollte mit diesem Schritt erreicht werden? Ganz einfach: Der Eigenverbrauch des erzeugten Stroms für kleinere Anlagen sollte erhöht werden. Bei größeren Anlagen ist inzwischen die Direktvermarktung des erzeugten Stroms vorgesehen. Ich werde im folgendem jedoch nur auf den Eigenverbrauch näher eingehen.

Wie sieht die Wirtschaftlichkeit einer PV-Anlage mit Eigenverbrauch nun aus?

Die erste Grundregel lautet hier: Je mehr Strom selbstverbraucht wird, desto wirtschaftlicher die Anlage. Diese einfache Schlussfolgerung ergibt sich aus zwei Zahlen:

  • Einspeisevergütung für erzeugten PV-Strom ca. 12Cent/kWh
  • Kosten für Strom aus dem Netz: 25-30 Cent/kWh

Hier ist also ganz leicht zu erkennen: Es geht darum, den erzeugten Strom selbst zu Verbrauchen und dadurch weniger Strom vom Versorger kaufen zu müssen.

Ein kleines Zahlenbeispiel: eine 10-KWp Anlage mit einem Ertragspotenzial von 950 kWh/kWp kann eine Rendite von 6 – 7% erwirtschaften, wenn von den durchschnittlich erzeugten 9.000 kWh rund 2.800kWh selbst verbraucht werden und der Rest eingespeist wird.

Für einen 4-5 Personenhaushalt mit einem Stromverbrauch von 4.000 – 5.000 kWh entspräche das einem Autarkiegrad von 50 – 60%

Wie kann man den Eigenverbrauch noch erhöhen? Hierfür gibt es viele Möglichkeiten:

– Nutzung des PV-Stroms für die Warmwasserbereitung. Dies geht z.B. durch eine Brauchwasserwärmepumpe oder durch andere vielfältige neue Lösungen der Industrie (hierzu folgt in kürzer ein neuer Artikel in meinem Blog

– Verwenden eines Homemanagers (z.B. von SMA). Dieser schaltet z.B. automatisch am Tag die Waschmaschine oder Spülmaschine an, wenn genügend Solarstrom vorhanden ist. Somit lässt sich der Eigenverbrauch noch weiteren optimieren. Inzwischen bezieht das System von SMA sogar die Wetterprognose in die Entscheidungen mit ein.

Gerne berate ich Sie über die Möglichkeiten eine PV-Anlage bei Ihnen zu installieren und den Eigenverbrauch optimal zu gestalten. Machen Sie sich jetzt unabhängig von den steigenden Stromkosten und investieren Sie in eine wirtschaftliche und ökologische äußerst sinnvolle Maßnahme!

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