Keime gar nicht erst ins Haus lassen – was tun gegen Legionellen

Quelle für diesen Eintrag: Si – Das Fachmagazin für Unternehmer 06.2015

Immerhin 30% aller beprobungspflichtigen Gebäude überschreiten die Maßnahmen- oder Grenzwerte bei der Legionllenprüfung. Doch wie überleben Biofilme und was kann man dagegen tun?

Bekannt ist: Bakterien überleben unter den widrigsten Umständen. Sogar in Dosieranlagen für Desinfektionsmittel. Daher müssen wir eine Tatsache aktzeptieren: Unsere Rohrleitungsnetzte werden wir nicht keimfrei bekommen oder halten.

Ein Biofilm bildet sich, um negative Umwelteinflüsse zu überstehen. Zunächst ist dieser sehr dünn. Bei ausreichendem Nahrungsangebot wächst der Biofilm schnell in dreidimensionale Strukturen und kann mehrere Milimeter oder Zentimeter strak werden. Sind die Lebensbedingungen gut genug, schärmt der Biofilm aus.

Doch wie kommen die Keime in unser Rohrleitungsnetz? Die Antwort ist einfach: über die Stadtwassernetze.

Lego 1

Aktuelle Erkenntnisse z.B. der Universität Duisburg zeigen, dass bis zu 200.000 Keime je Mililiter Wasser ins Gebäude gelangen können(abhängigen u.a. von der Art des Wassers, Leitungsnetz, Leitungsweg, Temperatur, usw.). Die gesetzlichen Grenzwerte erfassen diese Keime nicht, da nur Keime erfasst werden die auf einem Nährboden zählbare Kolonien ausbilden. Im Wasser betrift dies jedoch nur 0,1 bis 1% der Keime(Untersuchung der Technischen Hochschule Zürich).

Aber was braucht ein Biofilm und insbesondere Legionellen zum wachsen?

1. Nahrung: Legionellen ernähren sich von toten BAkterien.

2. Temperaturen zwischen 18°C und 50°C – wie in jeder Warmwasserleitung

Zusätzlich, kann in Wasser gelöstet Eisen das Wachstum noch beschleunigen.

Maßnahmen wie das Spülen mit heißem Wasser oder Chlor könenn nur begrenzt wirksam sein, da immer wieder neue Keime ins Rohrnetz gelangen. Als Lösung bieten sich z.B. spezielle Filter die restlos alle Bakterien aus dem Wasser entfernen. Somit wird die Versorgung der im Leitungsnetz lebenden Keime unterbrochen.

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